Zwei Wochen vergingen nach der aufwühlenden Auswärtsniederlage im Muotathal, Zeit den Kopf zu lüften und neue Motivation zu tanken. Man wusste, dass ein kapitales Spiel bevorstand. Handball Wohlen lud zum Kellergipfel, Letzter gegen Zweitletzten. Doch Wohlen trat nicht mit der Verunsicherung eines Tabellenletzten an, hatten sie doch unter der Woche die SG TV Solothurn aus der NLB im Cup eliminiert. Die SG war gewarnt vor den Aargauern.
Das von den beiden Referees Baumann/Nasseri-Rad sehr gut geleitete Spiel begann ausgeglichen. Die SG hatte sich vorgenommen, sich über ihre Tugenden in der Abwehr ins Spiel zu kämpfen und mit Tempo und Gegenstoss anschliessend zu reüssieren. Doch irgendwie waren die Stadtluzerner nicht im Spiel, ebendieses Tempo brachte man in der ersten Halbzeit nicht aufs Parkett. Das Spiel verlief nach dem Gusto der Wohlener, langsam und sehr taktisch. Es resultierte ein 16:11 Rückstand. In Hälfte zwei legte die SG-Maschine ihr Stottern immer mehr ab. Man spielte so, wie man sich das ganze Spiel vorgestellt hatte. Man kam hinten zu Ballgewinnen, auch ermöglicht durch Rückkehrer Franz Schnyder im Tor, der sehr gut spielte. Doch konsequent genug war man am Ende nicht, um den gesamten Rückstand noch wettzumachen. Dies lag auch daran, dass man den gegnerischen Topscorer nie in den Griff bekam, für Adrian Studerus standen am Schluss 13 Tore zu Buche. 27:24 lautete der Endstand.
Nun Tabellenende, noch sieglos. Doch es ist nicht viel Land zu den vorderen Plätzen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mithalten kann mit den Teams oben in der Tabelle. Es müssen jetzt einfach die Punkte ins Trockene gefahren werden. Nächste Woche ist es dann hoffentlich soweit, beim Heimspiel gegen Mutschellen, um 20:15 in der Krauerhalle.
Handball Wohlen – SG Pilatus 27:24 (16:11)
Wohlen Hofmatten. 150 Zuschauende. SR Baumann/Nasseri-Rad
Strafen: 2 x 2 Minuten Wohlen, 5 x 2 Minuten SGP
SGP: Rast, Schnyder; Baumann Rico (6), Baumann Timo (1), Bühler (1), Felber (1), Gnos (6), Heller (2), Knabel (1), Schnetzler (2), Stadelmann (2), Studer (1), Weingartner, Wyss (1).
Bericht: Basil Bühler



