Am Ende war man besonders über einen Umstand glücklich: Das man die weise Entscheidung traf, die Reise nach Genf mit dem Zug anzutreten. Die für die Gäste fast schon unmögliche Anspielzeit von Sonntag, 18.00 in der Sous-Moulin-Halle in Thônex sorgte dafür, dass man dem Auswärtsspiel nicht nur mit Vorfreude entgegen sah. Die grösste Herausforderung für Trainer Stojan war, die von der Zugfahrt zerdrückten SG-Akteure auf Betriebstemperatur zu bringen. Dazu zeigte sich das gemeinsame Kicken vor der Eingangstüre zur Halle als geeignet. Besonders Franz Schnyder konnte sich da als (Fuss-)Ballvirtuose auszeichnen.
Zum Spiel: Die SG startete wirklich alles andere als lethargisch in die Partie. Man stellte von der ersten Minute an eine solide Deckung auf die Platte, die die wurfgewaltigen Genfer immer wieder in ungünstige Wurfpositionen zwang. Und wenn sie dann mal warfen, stellte sich ihnen ein abermals glänzend aufgelegter Kayoum Eicher in den Weg, der teils spektakulär abwehrte.
Konträr zu der guten Abwehrleistung stehen die Angriffsbemühungen der Luzerner, die doch über weite Strecken harmlos blieben. Nur 16 Tore wurden über die 60 Minuten Spielzeit geworfen, dies ist wirklich sehr wenig.
Was aber nicht heisst, dass die SG nie eine Chance auf einen Punktegewinn hatte. In der 41. Minute war man zeitweilig auf 2 Tore ran an die Genfer (14:12), wenn man zu diesem Zeitpunkt einen Schalter zum Umlegen gefunden hätte, wäre die Angelegenheit noch einmal heiss geworden. Doch daraus wurde nichts, aus der erhöhten Risikobereitschaft in den letzten Minuten wurden dann, wie so oft, noch ein paar Gegentore mehr, während man selber auf diesen verflixten 16 sitzen blieb.
Doch, wie gesagt, die Verteidigung macht Hoffnung für die nächsten Partien. Vielleicht kriegt man das mit dem Torewerfen dann in den ersten Heimspielen im Jahr 2018 besser hin. Bliebe die Deckung so sattelfest wie in den letzten Spielen, lässt dies, gepaart mit dem Heimvorteil, auf Punktgewinne hoffen. Viele solche hat man bis jetzt in der Finalrunde bekannterweise nicht feiern können.
CS Chênois Genève Handball – SG Pilatus 21:16 (11:7)
Chênois Sous-Moulin. 63 Zuschauende. SR: Guignet/Ouardani
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Genf, 2 x 2 Minuten gegen SGP
SGP: Eicher, Schnyder; Augugliaro (1), Timo Baumann, Bühler (1), Ehrler, Felber, Basil Gnos (2), Flavio Gnos (1), Korac, Mühlebach (8/4), Stadelmann, Studer (3)
Bericht: Basil Bühler



