Was die SG Pilatus in der ersten Hälfte gegen die Baselbieter phasenweise zeigte, verdient schlichtweg das Prädikat «Klasse». Die Luzerner dominierten den TV Pratteln, spielten die Bälle geduldig und sauber zu Ende und reihten Tor an Tor. Besonders Kreisläufer Riederer und Mühlebach aus dem Rückraum konnten sich dabei – toll in Szene gesetzt von ihren Mitspielern – auszeichnen. In der Deckung standen die Luzerner sehr stabil. Die Absprachen funktionierten und Torhüter Wenger parierte zahlreiche Abschlüsse. In dieser Phase liess die SG das Potential aufblitzen, das in diesem jungen Team steckt. Dass dies bereits in dieser frühen Phase der Meisterschaft gelingt, stimmt für den weiteren Verlauf zuversichtlich.
Erneut misslang dagegen der Start in die zweite Hälfte. Während sieben Minuten gelang kein Treffer, liessen die Luzerner vor dem Basler Tor die nötige Konsequenz und den Zug zum Tor vermissen. Gegen Spitzenteams der 1. Liga wird sich die SG solche Baissen nicht erlauben können. Dazu kamen die vielen Tore durch die Mitte. Der wendige ex-Borbaner Michael Hutter genoss dort zu viele Freiheiten und orchestrierte das Spiel der Basler erfolgreich, sodass der TV Pratteln den Schaden im zweiten Umgang in Grenzen halten konnte. Das Luzerner Trainergespann gönnte schliesslich allen Spielern einen Einsatz und ermöglichte so auch den ganz jungen Spielern, mit einigen tollen Aktionen auf sich aufmerksam zu machen.
Am nächsten Samstag 15.10. kommt es in der Luzerner «Hölle Nord» zum Kantonsderby gegen den TV Dagmersellen (Anspiel um 19:00 Uhr in der Chrüzmatt). Die Nordluzerner bezwangen ihrerseits in der letzten Runde überraschend deutlich den KTV Muotathal auswärts mit 32:27 (mag).
SG Pilatus – TV Prattlen NS 31:23 (16:9)
Luzern Maihof; 155 Zuschauer; SR: Estermann/Gusset
Strafen: keine Strafen gegen SGP, 1 x 2 Minuten gegen Pratteln
SGP: Wenger, Schnyder; Bäni, Bucher (1), Gautschi, Basil Gnos (1), Flavio Gnos (3), Häberli (1), Hermann (1), Hess (6), Huber (1), Muff (5), Mühlebach (5), Riederer (7).
Bemerkungen: SGP ohne S. Stadelmann (abwesend), L. Stadelmann, Scherer (beide verletzt).



