Ambitionen hatten sie angemeldet, die Oltner. Ambitionen auf den NLB-Aufstieg. Dazu steht ihnen einen schlagkräftigen Kader mit vielen aufstrebenden Talenten aus der Schmiede der HSC Suhr Aarau zur Verfügung. Man machte sich auf ein schwieriges Spiel gefasst auf Seiten der SG, deren Ambitionen bekannter deutlich bescheidener sind. Ein schöner Sonntagnachmittag war es, es gab Würste vor der Stadthalle, fast ein bisschen schade, nicht die letzten Sommer-Sonnenstrahlen geniessen zu können.
Umso ärgerlicher war es, am letzten Sommer-Sonntag ein solches Handballspiel zu bestreiten, bei dem man nicht eine Sekunde ernsthaft Chancen auf einen Punktgewinn hatte. Olten war mit Tempospiel und starker Deckung von Anfang an Überlegen, und während die SG wenigstens die Deckung irgendwann dann in Griff bekommen hat, blieb man im Angriff über 60 Minuten ohne die nötige Durchschlagskraft. So ist die Geschichte des Spieles schnell erzählt: 31:15 das Schlussresultat.
Muss man sich jetzt Sorgen machen um die jungen SGler? Es ist davor zu warnen, sie zu früh abzuschreiben. Man merkt im SG-Spiel, dass es noch viel Luft gibt, viele Abläufe noch nicht sehr eingespielt wirken. Die Mannschaft befindet sich noch im Findungsprozess, dazu kommt, dass man sich in Luzern hohe Auswärtsniederlagen in Olten gewohnt ist. Solche gab es mit ähnlich hoher Differenz auch schon mehrmals in vergangenen Spielzeiten. Mit dem Verlauf der Spielzeit konnte man damals dann immer mehr zu den Oltner aufschliessen und sie dann auch besiegen. Geben wir dem Team noch Zeit.
SG HV Olten – SG Pilatus 31:15 (15:8)
Olten Kleinholz. 120 Zuschauende. SR Bodmer/Ettling
Strafen: 4 x 2 Minuten Olten, 2 x 2 Minuten SGP
SGP: Rieder, Iten; Baumann Timo (2), Bühler, Felber, Gnos (4), Heller, Peter, Schnetzler (2), Stadelmann (2), Studer (3), Weingartner (1), Wolf (1), Wyss.
Bericht: Basil Bühler



