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Herren 1. Liga: Erneut keine Punkte

Die 1. Liga der SG verliert nach einer desolaten ersten Halbzeit schon wieder und hat nun das Messer am Hals. Jetzt sind Charaktertypen gefragt!

Gewillt der sich anbahnenden Negativspirale ein Ende zu setzen, reiste die Herrenmannschaft der SG mit voller Kapelle nach Pratteln. In den Trainings der Vorwoche nahm man sich vor, das Spiel mit den Kreisläufern zu verbessern und damit zu klareren Chancen in der Offensive zu kommen. Unterstützend wirkte bei diesem Unterfangen das Mittun von Gino Delchiappo, der das Durchschnittskampfgewicht erheblich erhöhte.

Man ging also mit einem Plan und mit voller Motivation ins Spiel. So weit so gut. Wie kann es dann sein, dass man mit einem 17:10-Rückstand in die Pause geht? Was passiert dann während diesen 30 Minuten?

Pratteln war im ersten Umgang sicher nicht sieben Tore besser, weder hatte die SG einen Lottergoalie noch eine inexistente Abwehr. Bezeichnend für das Auftreten der SG-Mannen war die erste Aktion im Spiel, wo der Ball nach einem Fehlzuspiel dem SG-Akteur unter den Fingern durchrollt, weil er erwartete, dass das Spielgerät nochmals aufspringt, dieses aber wegen ausuferndem Harzgebrauch am Boden kleben blieb und in Aus rollte. Also so veritable Scheiss-Aktionen, für die niemand so richtig etwas dafürkonnte. Bedenklich war nur die Reaktion des Teamgefüges der SG, dieses schwankte nämlich bedenklich. Es war die Harmonie abhandengekommen, man machte sich gegenseitig für den Rückstand verantwortlich. Es war zu befürchten, dass das SG-Flaggschiff im zweiten Umgang auseinanderbrechen würde.

Aber nichts da, die Mannen aus Luzern kamen wie verwandelt aus der Kabine. Capitano Sebastian Hermann hatte seinen Jungs in der Kabine aber so richtig den Kopf gewaschen und an die Ehre appelliert. Dazu hat man die Abwehr umgestellt auf 6:0, mit den Kanten Delchiappo und Korac im Innenblock und einem einmal mehr stark aufspielenden Franz Schnyder dahinter. Auch in der Offensive hatte man nun einen Plan, spielte wirklich das im Training angedachte und holte in Höchstgeschwindigkeit den beträchtlichen Rückstand mit regelmässig gut herausgespielten Torerfolgen wieder ein. Die Pratteler unterbrachen den SG-Schwung dann aber geschickt mit einer früh genommenen Auszeit und es entwickelte sich ein offenes, attraktives Spiel. Zum Schluss gewinnt Pratteln dann doch, dies auch aufgrund von Pech im Abschluss der SG-Akteure und zwei, drei glücklichen Schiedsrichterentscheidungen. Schade um die Punkte, man besitzt genug Qualität um solche Spiele zu gewinnen.

Man muss nun aber auf dieser zweiten Halbzeit aufbauen, in der dieses sehr junge Team eine enorme Charakterleistung bot und plötzlich wieder Spass am Handball zeigte. Wenn diese Renaissance wirklich die erhoffte Wirkung bietet, kann es auch resultat- und somit punktemässig nur besser werden.

TV Pratteln NS – SG Pilatus 27:25 (17:10)

Pratteln KSZ. - 100 Zuschauende. - SR: Bächli/Sejdaj

Strafen: Je 3 x 2 Minuten.

SGP: Eicher/Schnyder; Baumann (6), Bucher (4/3), Büchler, Bühler, Delchiappo (1), Ehrler (2), Flavio Gnos, Hermann (1), Korac (4), Mühlebach (6), Stojan, Studer (1).

Bericht: Basil Bühler

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