SGP Topnews /

Herren 1. Liga: Finalrunde auf dem 3. Platz abgeschlossen

Dank dem letzten Heimsieg schliesst man diese 1. Liga-Saison sehr erfolgreich ab.

Am Schluss fehlten zwei Punkte für die Qualifikation zu den Aufstiegsplayoffs. Oder anders gesagt: Hätte man das entscheidende Auswärtsspiel in Emmen erfolgreich gestalten können, würde man jetzt wohl noch nicht gemütlich Fussballspielen können in den Trainings (Was heisst hier gemütlich, Fussballspiele bei uns sind immer höchstemotional), sondern die Saison wäre nach schon 28 Spielen noch immer nicht vorbei und man müsste weiter Taktik in den Trainings pauken.

Dass man sich aber solche Überlegungen machen kann bezüglich Aufstiegsplayoffs und wie weit hoch hätte es noch gehen können, hätte man sich zu Weihnachten bei bestem Willen nicht vorstellen können. Knapp wie nur möglich qualifizierte die Blauen sich für die Finalrunde, man sah diese Finalrundenspiele als Zugabe, nachdem man sich mit der Finalrundenqualifikation das Hauptziel Klassenerhalt sichern hatte können (Worüber man sich im Nachhinein sehr glücklich schätzen kann, Abstiegsrunden können eine verzwickte Sache werden; man sehe nach Dagmersellen, die nun den bitteren Gang in die 2. Liga gehen müssen).

Zum Spiel gegen Visp vom Samstag. Man war gewarnt vor den Wallisern, obwohl man das Auswärtsspiel klar hatte für sich entscheiden können. Emmen hatte vor Wochenfrist eine ziemlich klare Niederlage im Wallis bezogen. Neben dem letzten Fokus sollte bei diesem an sich unbedeutenden Spiel auch der Faktor Spass und Bankbreite nicht zu spät kommen. Für Trainer sind solche Spiele immer schwierig, denn trotz Schwelgen in den Erlebnissen des letzten Jahres soll doch noch ein anständiges Handballspiel zustande kommen. Das Gebotene war mehr als anständig, viele gewohnt zuverlässige Faktoren im SG-Spiel griffen auch am Samstag. Yves Mühlebach bestätigte seinen im letzten Jahr erarbeiteten Ruf als Tormaschine und netzte unglaubliche 13 Mal bei 13 Versuchen. Auch unser zurücktretende Capitano Sebastian Hermann stellte nochmals seine Durchsetzungskraft und Schnelligkeit aus dem Rückraum zur Schau. Dazu gab auch noch die ein oder andere spektakuläre Goalieparade, obwohl so letzte Saisonspiele eigentlich nicht Spiele für Torhüter und Deckungsreihen sind. Meistgefeierter Moment war dann kurz vor Schluss der vierzigste Treffer, den Luca Stadelmann unter Gejohle der Kollegen hatte erzielen können. Traditionell hat dies dann das Sponsern einer Kiste alkoholhaltiger Erfrischungsgetränke zur Folge...

Nun, wie gehts weiter mit den SG-Herren. Zuerst einmal geht ein grosser Teil der Mannschaft über Auffahrt nach Wien. Da man eine sehr kulturinteressierte junge Mannschaft ist, freuen sich alle schon sehr auf lange Aufenthalte in den tollen Museen und Theater. Es wurde ein tolles Hotel gebucht, denn abends wird man früh geschafft ins Bett fallen, nach all dem spannenden Sightseeing und Kulturgenuss. ;)

In mittlerer Zukunft wird dann die Mannschaft wieder wie letzte Saison ein sehr neues Gesicht erhalten. Denn wer am Visp-Match dabei war, konnte alle die Verabschiedungen mitverfolgen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, zwischen Rücktritt und Wechsel in die NLB. Fakt ist, dass wieder nur wenige „erfahrene“ 1. Liga-Akteure übrigbleiben. Man beginnt also da, wo man vor einem Jahr schon stand. Was eigentlich gar nicht so schlecht ist, Trainer Ralf Stojan hat diese Spielzeit bewiesen, dass er aus einer solchen Gruppe viel rausholen kann. In diesem Sinne Sport frei und bis im September!

SG Pilatus - KTV Visp Handball 41:32 (20:16)

Luzern Maihof. 60 Zuschauende. SR: Estermann/Gusset

Strafen: 4 x 2 Minuten SGP, 2 x 2 Minuten KTVV

SGP: Schnyder, Eicher; Baumann, Bucher (2), Bühler, Burch (2), Delchiappo (2), Ehrler (1), Basil Gnos (8), Flavio Gnos (1), Hermann (8), Korac (2), Mühlebach (13), Stadelmann (2)

Bericht: Basil Bühler

xs
sm
md
lg