Sonntagsspiel in Einsiedeln, 14.00 mittags. Als Tabellenletzter anreisen. Es gibt Ausflüge, auf die man sich mehr freut. Also wollte man umso entschlossener sein, die Herausforderung annehmen und guten Handball spielen im Klosterdorf. Man stellte sich auf einen Gegner ein, der besonders offensiv mit individueller Klasse zu überzeugen wissen wird, aber seine Schwächen in der Abwehr hat. Potential für einen Befreiungsschlag war da.
Die erste Halbzeit verlief vielversprechend. Besonders Topscorer Rico Baumann kam gut in die Partie. Dazu stand die Deckung nicht schlecht, besonders der Mittelblock zeigte sich im Vergleich mit dem letzten Spiel gegen Mutschellen klar verbessert. Es zeigte sich aber schon während der ersten Halbzeit, was dem SG-Team wiedermal über die 60 Minuten das Genick brechen wird: Nach mehreren gelungenen Aktionen, in Abwehr und Angriff, kamen Serien von fatalen Fehlern. Besonders hinten deckte man minutenlang engagiert, um dann bei angezeigten Zeitspiel trotzdem ein dummes Gegentor zu kassieren. Direkt nach der Pause lief am wenigsten zusammen, da wurde während nur 10 Minuten das Spiel entschieden. Die letzten 20 Minuten waren Kosmetik, die Niederlage stand da schon fest.
Zeit für ein kurzes Resümee, die Hinrunde der Qualifikation ist gespielt. Die SG steht mit nur 2 Punkten am Tabellenende (zusammen mit Wohlen). Die Punkte wurden mit zwei Unentschieden geholt, am ersten Spieltag gegen Horgen/Wädenswil und dann zwei Wochen später gegen Muri. Nachher kamen vier Spiele, die alle verloren wurden. Diese Niederlagenserie startete mit dem verpfiffenen Auswärtsspiel im Muotathal, das wohl trotzdem Spuren im Selbstverständnis der SG-Akteure hinterliess. Herauszuheben gibt es aber auch äusserst positive Entwicklungen. Da sind viele sehr junge Spieler, die sich immer mehr ans Niveau in der 1. Liga akklimatisieren. Zum Beispiel Pascal Heller, der in der Abwehr in vielen Situationen seinen Mann steht oder Spieler wie Schnetzler, Weingartner oder Felber, die vom Flügel immer bessere Quoten werfen. Die SG wird handballerisch immer besser, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dies auch wieder in Punkte ummünzen lässt. Der Knoten muss platzen.
HC Einsiedeln - SG Pilatus 33:28 (18:15)
Einsiedeln Brühl. 103 Zuschauende. SR Vaccaro/Künzle
Strafen: 2 x 2 Minuten gegen HCE, 4 x 2 Minuten gegen SGP
SGP: Rast (1), Iten; Baumann Rico (8), Bühler, Gnos (3), Heller (4), Knabl, Petkovic, Schnetzler (2), Stadelmann (1), Studer (2), Weingartner (1), Wolf (6), Wyss (1).
Bericht: Basil Bühler



