Trotz einiger Absenzen war die dezimierte Pilatus-Truppe willens, die solide Leistung aus der Vorrunde zu wiederholen und beide Punkte aus dem Baselbiet zu entführen. Trotz ungewohnt dürftiger Effizienz und mangelnder Durchschlagskraft im Angriff, schaffte es die SG sich mit 4-5 Toren abzusetzen und sich bis zur Pause ein beruhigendes Polster zu erarbeiten. Unterstützt von einer guten Torhüterleistung, ackerte der jugendliche Innenblock Delchiappo/Gnos vorbildlich und stellte die Pratteler Offensive vor grosse Probleme. 11 Tore bis zur Pause sind ein ordentlicher Leistungsausweis.
Vielleicht mit zu viel Selbstverständnis aus den letzten Spielen in den Köpfen, enge Spiele am Schluss zu unseren Gunsten drehen zu können, starteten wir in die zweite Hälfte. Dies verlief eigentlich weiterhin nach unserem Gusto, bis die Basler Truppe das Momentum einer doppelten Überzahl, sowie die fehlende Reaktion auf die doppelte Manndeckung auf den SG Rückraum, eiskalt ausnutze und sich richtiggehend in einen Rausch spielte. Der Gegenstoss-Orgie, gepaart mit Unmut über manchen Schiedsrichter Entscheid und nicht zuletzt über sich selber, sank der sonst so seetaugliche Pilatus Dampfer mit wehenden Fahnen.
Nun gilt es die erforderlichen Lehren aus dieser unrühmlichen Sequenz zu ziehen und in den nächsten Spielen die Finalrundenteilnahme zu sichern. Es gilt tunlichst zu verhindern, dass wir uns am Schluss noch auf Rechenspiele verlassen müssen.
In diesem Sinne heisst es nun, mit Volldampf den Dagmersellern möglichst rasch den Wind aus den Segeln zu nehmen und den sicheren Maihofer Hafen mit zwei weiteren Punkten zu beglücken.
TV Pratteln NS – SG Pilatus 32:30 (11:15)
Pratteln KSZ. – 100 Zuschauer. – SR: Abalo/Maurer
Strafen: 6 x 2 Minuten plus direkte Disqualifikation (Rickenbacher) gegen Pratteln, 4 x 2 Minuten gegen SGP.
SGP: Wenger/Schnyder; Bäni (1), Bucher (8/6), Delchiappo, Gautschi (1), Gnos, Hermann (1), Hess (5), Muff (1), Mühlebach (4), Riederer (6), Stadelmann (3).



