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Herren 1. Liga: Spiel gegen den Leader dramatisch verloren

Die 1. Liga-Truppe verliert auswärts im Muotathal dramatisch und sieht sich im Hintertreffen im Kampf um die Finalrunde.

Schneeketten eingepackt und der Kofferraum voll Skijacken. So fuhren die Herren der SG los in Richtung zweites entscheidendes Spiel um die Aufstiegsrunde. Nachdem vor Wochenfrist in Dagmersellen überzeugend gewonnen wurde, war auch eine gesunde Portion Selbstvertrauen zu spüren. Man traute sich zu, auswärts beim Leader etwas zu reissen.

Entsprechend startete man in die Partie. Man führte schnell hoch. Besonders vorne flutschte es. Auch schlecht ausgespielte Angriffe fanden irgendwie den Weg ins Netz. Dies lief die gesamte erste Halbzeit so, man gewann Zuversicht auf einen Punktgewinn.

Vielleicht nahm die Zuversicht bei der jungen Truppe ein bisschen zu doll Überhand, denn zum Start der zweiten Hälfte wusste man dem Furioso der Thaler nicht viel entgegenzusetzen. Besonders mit den Schlagwürfen vom gegnerischen Mittelmann konnte nicht umgegangen werden. Die Thaler glichen schliesslich aus. Es entwickelte sich ein Thriller, was natürlich auch die traditionell gut gefüllte Halle auf den Plan rief. Doch die SG hielt gegen. Man liess den Gegner nicht vorbeiziehen trotz mehrerer fragwürdiger Entscheidungen der Unparteiischen und erzwang ein Herzschlagfinale. Nach einem leider unnötigen technischen Fehler in der letzten Minute kamen die Thaler bei unentschiedenem Spielstand zu einem letzten Angriff. Zwei Sekunden vor Schluss sah sich die Abwehr einem letzten Freiwurf gegenüber. Die SG-ler meinten diese Gefahr nach vereinten Abwehrbemühungen beseitigt, doch das Duo an der Pfeife intervenierte aus Luzerner Sicht unverständlicherweise, stellte Bühler mit Rot plus Blau vom Feld und sprachen dem KTV Muotathal regelkonform als Konsequenz darauf einen Siebenmeter zu. Diesen verwandelte der Muotathaler Topskorer Micha Schelbert mit unnachahmlicher Brachialgewalt. Der Punkt war verloren, das Thal feierte.

Nüchtern resümiert darf den Luzernern eine gute Leistung attestiert werden. Man stellte besonders vorne den Leader vor schwierige Aufgaben, liess sich wiederholt von der Atmosphäre nicht aus dem Konzept bringen und verlor am Schluss leider auf unglücklichste Weise. Sehr schade. Es bleiben noch minimale Chancen auf die Qualifikation für die Finalrunde. Man ist sich einig, dass man alles versucht, diese noch wahrzunehmen.

KTV Muotathal - SG Pilatus 32:31 (14:17)

Muotathal MZH. - 270 Zuschauende. - SR: Bucher/Fellmann

Strafen: 2 x 2 Minuten gegen Muotathal, 2 x2 Minuten plus Disqualifikation mit Bericht (Bühler, 60.) gegen SGP

SGP: Schnyder, Eicher; Rico Baumann (4), Timo Baumann, Bucher (3/2), Büchler, Bühler, Burch (1), Ehrler (2), Flavio Gnos (1), Hermann (5), Mühlebach (9), Stadelmann (4), Studer (2)

Bericht: Basil Bühler

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