Im Chrüzmatt in Dagmersellen waren diesen Samstag gerade zwei Mannschaften aus der Kantonshauptstadt zu Gast. Die Städter, welche die 30 Minuten Autofahrt auf sich nahmen, waren sich aus mehrjähriger Erfahrung bewusst, dass diese Kantonsderbys zur Sache gehen werden. Nun wie begegnet man solch motivierter Deckungsreihen? Es benötigt in erster Linie einen kühlen Kopf. Das junge Team der SG musste eine Stunde lang einstecken, aber auch austeilen können, Gegenhalten, aber nicht überdrehen.
Dass die Deckung für diese Saison schon traditionell Leistungsschwankungen offenbarte und besonders direkt nach der Halbzeit Auflösungserscheinungen erlebte, fiel dieses Mal nicht ins Gewicht. Denn mit der geforderten cleveren Angriffsleistung wurden die Lücken in der gegnerischen Deckung konsequent ausgenutzt. Man konnte dem herzhaften Einsteigen oft mit einem weiteren entscheidenden Pass antworten und so freie Wurfmöglichkeiten herbeiführen. Und da war ja auch noch unser Jüngling im Tor: Philippe Lauber zeigte zum Teil brillante Paraden und half so essenziell mit, die Punkte mit auf die Autobahn zurück nach Luzern zu nehmen.
Nächste Woche gilt es nun den Aufwärtstrend zu bestätigen und somit in der Tabelle ins rettende Mittelfeld zu klettern. Gegner wird in Horw der HC Malters sein. Man wächst langsam zusammen und es entwickeln sich die Mechanismen, wenn es nun auch gelingt, aus der Deckung eine Festung mit ein bisschen höheren Mauern zu errichten, wird es immer schwieriger sein, gegen die SG die zwei Punkte zu erstürmen.
TV Dagmersellen – SG Pilatus 26:31 (11:15)
Dagmersellen Chrüzmatt; 50 ZuschauerInnen; SR: Korqaj/Plönnes
Strafen: 3 x 2 Minuten gegen TVD, 3 x 2 Minuten gegen SGP
SGP: Lauber, Schnyder; Baumann (3), Büchler (1), Bühler (10/4), Burch (3), Ehrler (1), Gautschi (3), Hermann (6), Huber (2), Studer (2)
Bericht: Basil Bühler



