Ein Torhüter und acht Feldspieler ergeben einen unvollständigen Spielberichtsbogen. Dies verhiess für die M2 der SG anfangs dieser Saison nichts Gutes. Man pflegte nämlich, wenn ohne grosse Wechselmöglichkeiten angetreten, Mitte der zweiten Hälfte gehörig einzubrechen. So hat man die drei ersten Partien allesamt klar verloren, wobei besonders die hohe Niederlage gegen Mutschellen im Nachhinein schmerzt, sind die doch zurzeit am unteren Ende der Tabelle situiert.
War nun gegen die Zweitplatzierten aus Willisau in der Konsequenz eine hohe Niederlage zu erwarten? Die aufgebotenen Spieler der SG waren sich sicher, dass dem nicht so sein wird, hat man sich doch physisch und auch im Zusammenspiel im Verlauf der Saison schwer verbessert. Verändert sollte dies aber nichts an der Favoritenrolle der gastgebenden Grafenstädter.
Die Vorbereitung und die Eröffnung des Spiels wurde in Willisau mit grossem Pathos zelebriert, die jungen Gäste aus dem urbanen Raum liessen sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken. Im Gegenteil, die Startphase gehörte klar der SG Pilatus und insbesondere deren Torhüter Franz Schnyder. Es resultierte eine erste Führung, die man bis zur Halbzeitpause zu konservieren wusste.
Nach der Pause kam den Mannen der SG ein bisschen die Souveränität abhanden. Vorne hatte man Mühe, aus dem gebundenen Spiel die aggressiven Grafenstädter zu überwinden und hinten machten besonders Kreisanspiele eine ansonsten sehr solide Deckungsarbeit zunichte. Willisau zog an der SG vorbei und sah zehn Minuten vor Schluss wie der sichere Sieger aus. Doch die SG war trotz dünner Personaldecke nochmal imstande zu reagieren und liess den Vorsprung bis eine Minute vor Schluss auf ein Tor schmelzen. Die Gastgeber in Unterzahl und Ballbesitz, die SG mit der obligaten offenen Deckung, um nochmals den Ball zu erobern. Dann Konfusion, während der überragende Franz Schnyder im SG-Tor den Ball abwehren konnte und sich die SG-Feldspieler auf den Weg in Richtung Ausgleich aufbrachen, ertönt das Hallenhorn. Das Trainergespann der Willisauer hatte die grüne Karte gelegt und die Schiedsrichter entschieden, dass dies noch rechtzeitig geschah. Nach dem Time-Out konnten die Hausherren die verbleibende Spielzeit geschickt herunterspielen. Grosser Jubel auf der Siegerseite, Konsternation und auch Unglaube auf der Seite der SG. Es war schade, dass diese grossartige Partie auf diese Weise entschieden werden musste. Aber Gratulation nach Willisau zu den zwei Punkten, diese sind sicherlich nicht gestohlen.
Nächste Woche Sonntag wartet nun mit Lenzburg wein Tabellennachbar. Wenn man das Leistungsvermögen vom Willisauspiel konservieren kann, ist man für die Partie gegen Lenzburg auf dem richtigen Weg.
STV Willisau - SG Pilatus 28:27
Willisau Hallenbad, 70 ZuschauerInnen. SR: Arnold/Zakarauskas
SGP: Schnyder; Baumann T., Bucher R., Büchler, Bühler, Burch, Ehrler, Portmann, Studer
Bericht: Basil Bühler



