Da die Schweizer nicht für die EM qualifiziert sind, nehmen sie diesen Sommer an einer sogenannten B-WM teil. In der Gruppenphase trafen die Schweizer bisher auf die Ukraine, England und Mazedonien. Gegen die Ukraine siegten die Schweizer mit 28:25 und gegen die völlig unterlegenen Briten mit 33:11. Kayoum kam gegen die Osteuropäer während den letzten 20 Minuten zum Zug und wehrte dabei starke sechs Bälle ab. Gegen das Team von der Insel stand er von Beginn weg im Tor und liess in der ersten Halbzeit nur drei Gegentore zu – insgesamt erreichte er mit seinem Torhüterkollegen Magnus Staub von Pfadi Winterthur eine Quote von gigantischen 70%. Gino hatte im ersten Spiel noch eher wenig Einsatzzeit, kam in den beiden folgenden Spielen vermehrt zum Einsatz. Das Spiel gegen Mazedonien endete mit 30:24 zu Gunten des Ausrichters, weshalb die Schweizer den ersten Gruppenrang wohl abschreiben müssen. Noch wartet für die Schweizer das abschliessende Gruppenspiel gegen die Italiener, bei welchem mit einem weiteren Sieg der Halbfinaleinzug geschafft werden könnte.
Die Entwicklung unserer beiden ehemaligen Junioren verläuft bestens. Beide gehören in der nächsten Saison dem NLA-Team des HC Kriens-Luzern an, wobei Kayoum mit einer TFL auch für den BSV Stans in der NLB auflaufen wird. Kayoum ist in der Nationalmannschaft ein Quereinsteiger, welcher sich in der U19-Nati mal für einige Testspielminuten in Finnland beweisen durfte und nun auf Empfehlung der sportlichen Leitung der SGP wieder für ein Nati-Training aufgeboten wurde. Zu Beginn war er noch die Nummer vier. Innert weniger Wochen hat sich die Hierarchie verändert und Eicher kämpft nun sogar um die Nummer ein. Schade hat man Kayoum von Seiten SHV nicht schon nach dem Regionalauswahl-Alter gefördert, da er körperlich und für einen Torhüter vor allem athletisch aussergewöhnliche Voraussetzungen mitbringt. Es erfüllt uns trotzdem mit grosse Stolz, dass zwei weitere Spieler aus der Talentschmiede am Fusse des Pilatus für die Nationalmannschaft auflaufen und Länderspielpraxis sammeln dürfen. Ebenso sollte die Nomination von Kayoum Anreiz für weitere Junioren aus unserer Nachwuchsorganisation sein und zeigen, was mit Beharrlichkeit erreicht werden kann.
Für den weiteren Turnierverlauf drücken wir euch beiden und der Schweizer U20-Nati aus der Heimat die Daumen!



