Pilatus war gewillt dem Spiel von Anfang an seinen Stempel aufzudrücken und zog ein flüssiges Angriffsspiel auf. Der Gast aus Siggenthal liess in der Verteidigung zu Beginn aber mächtig die Muskeln spielen und ging die SG-Spieler hart an. Gwerder von aussen, NLA-Verstärkung Mühlebach im Gegenstoss und Studer mittels Gewaltswurf brachten die SG mit 3:0 in Führung. Siggenthal beging in der Offensive zu Beginn teils haarsträubende Fehler, so dass in den ersten 8. Minuten erst der dritte Wurf in Richtung Ineichen’s Tor geflogen kam. Nach einem erneuten Gegenstoss über Gwerder lag die SG in der 9. Minute mit 6:1 vorne lag und Gäste-Coach Wetzel legte bereits sein Time-out. Auch in der Folge dominierten die Pilatus-Handballer, liessen kaum Würfe zu und kam seinerseits durch Sven Hess zu zwei herrlichen Toren. Bis zur 20. Minute lag die SG mit 6 Toren vorne, kontrollierte das Spiel und zeigte insgesamt einen bärenstarken Auftritt. Besonders stabil im ersten Umgang präsentierte sich der Innenblock um Studer und Weingartner, an welchen sich die Aargauer in den Zweikämpfen die Zähne ausbissen. Pilatus zeigte sich im Angriff abgezockt, spielte sich gute Torchancen heraus und hatte das Glück, dass die beiden Torhüter der Gäste im ersten Umgang eine sehr bescheidene Vorstellung zeigten. Einige Nachlässigkeiten ab der 25. Minute führten aber dazu, dass Siggenthal zu einfachen Toren kam und den Schaden in Grenzen halten konnte. Eine sehenswerte Aktion von Hess veredelte Riederer freistehend am Kreis zur 17:11-Pausenführung.
Umgang zwei begann nicht mehr mit einem Feuerwerk, aber doch weiterhin mit einer soliden Vorstellung der Blauhemden. Obwohl nun Rudolf im Siggenthal-Tor zur Hochform auflief, hielt die SG den Vorsprung konstant bei sechs Längen. Pilatus wurde in dieser Phase glänzend von Torhüter Ineichen unterstützt, welcher sich bis zur 40. Minute bereits 9 Paraden gutschreiben liess. In Überzahl zog Pilatus in der Folge auf sieben Treffer davon, spielte in den anschliessenden zwei Minuten aber fahrig und büsste so gleich wieder zwei Tore ein. In der 48. Minute kassierte man innert Sekunden zwei äusserst umstrittene Strafen, was Siggenthal jedoch nur bedingt ausnutzen und „nur“ zum 24:19 verkürzen konnte. Bei Pilatus stockte nun aber das Angriffsspiel gewaltig! Man beging viele technische Fehler, lief sich fest und hatte Glück, dass Ineichen in dieser Spielphase einige Big Saves verbuchte. In der 56. Minute stellte Weingartner mittels des ersten Siebenmeters fürs Heimteam zum 26:21. Doch auch dieses Mal war das Team zu wenig abgezockt, verschenkte innert Kürze zwei Bälle, weshalb Siggenthal zum 26:23 verkürzen konnte. Eine Minute vor Spielende verkürzen die Gäste gar noch auf 26:24 und sorgen dafür, dass nochmals Spannung in diesem eigentlich einseitigen Spiel aufkommt. Mühlebach nahm sich nach einer offenen Deckung den Wurf aus bester Position und traf herrlich ins hohe Eck zum 27:24. Siggenthal trifft mit der Sirene dann zwar noch zum 27:25, doch Pilatus holt sich den wichtigen Sieg und damit die NLB-Punkte 10 und 11. Einziger Wermutstropfen bleibt, dass man es verpasste das Torverhältnis mit einem höheren Sieg aufzupolieren.
Am kommenden Mittwoch 20.4.16 zum Innerschweizer Derby beim KTV Altdorf. Anpfiff zur Partie ist um 20:00 Uhr in der Feldli. Im Hinspiel verlor man äusserst unglücklich mit einem Treffer Differenz, nun gilt es sich dafür zu revanchieren. Auf geht’s Pilatus-Fangemeinde – auf nach Altdorf!
SG Pilatus – HSG Siggenthal / Vom Stein Baden 27:25 (17:11)
Maihof Luzern . – 200 Zuschauer. – SR: Rottmeier/Schmid
Strafen: je 4 x 2 Minuten
Torfolge: 5. (2:0), 10. (6:1), 15. (9:3), 20. (11:5), 25. (14:8), 35. (19:14), 40. (22:15), 45. (23:18), 50. (24:19), 55. (25:21).
SGP: Ineichen (12 Paraden)/Cibere (n.e.); Bäni (n.e), Burch (n.e.), Gwerder (6), Häberli, F. Hess (1), S. Hess (5), Mühlebach (3), Riederer (2), Stadelmann, Studer (3), Weingartner (4/1), Wipf (3).
Bemerkungen: SGP ohne Gautschi, Lehmann, Scherer, Vögtli (alle verletzt), Schumacher.



