Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird die SG Pilatus nach der heutigen Partie in die 1. Liga absteigen. Gleich mehrere Punkte sprechen für diese Prognose. Erstens müssen die Luzerner gegenüber dem letzten, ebenfalls um den Abstieg kämpfenden Konkurrenten (HC Wädenswil) 22 Tore aufholen. Die Luzerner benötigen deshalb gegen den favorisierten STV Baden, der die Saison überraschenderweise ebenfalls in der hinteren Tabellenhälfte abschliessen wird, einen Kantersieg.
Zudem ist die SG Pilatus aber auch auf Schützenhilfe der SG Yellow/Pfadi angewiesen. Im Zürcher Derby müssten diese gegen den HC Wädenswil zuhause deutlich gewinnen. Für einen Sieg von Yellow spricht, dass sich die Spielgemeinschaft der beiden traditionsreichen Winterthurer Vereine bei einem Punktgewinn vor «Wädi» klassiert. Gegen einen Sieg von Yellow spricht, dass sie wie bei ihrem Gastauftritt in Horw (27:24-Sieg für die SG Pilatus) wohl auf Topskorer Yannick Ott verzichten müssen.
Verunglückte Saison
Beim STV Baden passte in dieser Saison wenig zusammen. Die Ostaargauer starteten ambitioniert in die Meisterschaft, sind nun aber lediglich auf dem 10. Rang klassiert. «Städtli» beklagte grosses Verletzungspech. Mit Beginn der Rückrunde fielen Schläpfer (verpasste bereits einen Grossteil der ersten Saisonhälfte), Madliger und Siegenthaler aus. Zudem wurde zum selben Zeitpunkt der Vertrag mit Spielmacher Larsson aufgelöst. Dieser bestritt seine letzte Partie für Baden ausgerechnet Mitte Dezember gegen die SG Pilatus.
Von den zahlreichen Ausfällen im Badener Rückraum profitierte vor allem Pascal Bühler (Jahrgang 1995). Er zeigte überzeugende Leistungen und erzielte bisher 138 Tore. Und die Kadersituation führte auch dazu, dass sich der erfahrene 40-jährige Trainer Björn Navarin selber aufs Matchblatt setzte und bei seinen Einsätzen zahlreiche Tore erzielte.
Die Batterien der Badener scheinen nun aber langsam leer zu sein. Zuletzt blieben sie gegen den TV Endingen und den HSC Suhr Aarau ohne Chance. Das ist eigentlich für ein NLB-Team in dieser Saison nicht aussergewöhnlich, entspricht jedoch nicht den Ansprüchen des STV Baden. Für die Ostaargauer geht es heute deshalb darum, eine verunglückte Saison positiv abzuschliessen. Das Hinspiel verlor die SG Pilatus in Baden mit 20:25 und konnte das Spiel nur bis zur Pause (10:10) ausgeglichen gestalten.
Lehrgeld bezahlt
Auch für die SG Pilatus geht es in der heutigen Partie darum, eine enttäuschende Saison ansprechend – mit einem Sieg – abzuschliessen. Die Luzerner kamen nie über den 13. Platz hinaus, obwohl sie sich für die auslaufende Spielzeit deutlich mehr erhofft haben. Das Potential wäre zweifellos vorhanden gewesen. Dass es mit dem Ligaerhalt (wohl) nicht klappt, hat verschiedene Gründe und wird in den kommenden Wochen genau analysiert. Verletzungen waren wie beim STV Baden ebenfalls ein Grund. Dazu kamen viele unnötige und knappe Niederlagen. Es gilt, diese Erfahrungen mit in die kommenden Saisons zu nehmen und die Lehren daraus zu ziehen.
Die SG möchte sich an dieser Stelle trotz der unbefriedigenden Saison herzlich für die lautstarke Unterstützung bedanken und hofft, dass Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, auch nächste Saison wieder den Weg in eine unserer Hallen finden. Wir werden wieder unser Bestes geben und versuchen, euch attraktiven Handballsport zu bieten. HERZLICHEN DANK!



