Das gegenwärtige Auftreten der SG Pilatus gibt Rätsel auf. Nach dem pomadigen Auftritt gegen Handball Emmen folgte am letzten Samstag eine starke erste Halbzeit gegen den TV Pratteln. Zwar liessen die Luzerner zahlreiche toll herausgespielte Chancen liegen. Das fiel aber bis zur Pause (15:11) nicht ins Gewicht. In der zweiten Halbzeit folgte erneut ein Tief. Der Esprit liessen die Pilatus-Handballer in der Kabine und vergaben den sicher geglaubten Sieg kopflos. Zusammengefasst: Die Auftritte der SG Pilatus strapazieren derzeit etwas Nerven.
Dagmersellen im Flow
Nerven, das ist sicher, wird auch das Spiel gegen den TV Dagmersellen kosten. Die Nordluzerner, im Derby gegen die Kantonshauptstädter immer speziell motiviert, haben einen Lauf. Wurden sie im Hinspiel von der SG Pilatus in der heimischen Halle vorgeführt (34:19), kam im Spiel gegen die favorisierte SG HV Olten die Wende. Zwar verloren die Wiggertaler diese Partie mit einem Tor, reihten seither aber drei Siege (unter anderem gegen den BSV Stans) aneinander. Und da ist ja noch die offene Rechnung aus dem Hinspiel.
Die Dagmerseller haben also Lunte gerochen und den Anschluss an die Finalrundenplätze hergestellt. Sie wollen die Baisse der SG zu ihren Gunsten nutzen. Viel dürfte dabei wieder über ihre Flügel Tschupp und Renggli laufen.
Mit der Wut im Bauch zum nächsten Sieg
Allerdings gibt es wohl bessere Momente, die SG herauszufordern. Die Spieler waren nach der unnötigen Niederlage im Baselbiet gefrustet und werden am Samstag (15:45 Uhr, Maihofhalle Luzern) hoffentlich mit der Wut im Bauch ins Spiel gehen. (mag)



