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U15-Elite: Verschlafen, gekämpft, aufgeholt, verloren – aber trotzdem zufrieden

Das U15-Elite liegt gegen den Leader zur Pause bereits hoch zurück. In Halbzeit zwei brachte man den Favoriten aus Zürich mit einer starken Performance sogar an den Rand einer Niederlage.

Zum letzten Meisterschaftsduell des Jahres bat man letzten Samstag keinen geringeren Gegner als den Leader (und wohl künftigen Schweizermeister) zum Tanz in der Horwerhalle. Nach drei Siegen in Folge und einer guten Leistungsentwicklung des jungen Pilatusteams also ein super Dessert nach einer gelungenen Vorrunde.

Doch von vorne... Ähnlich wie vor dem Exploit in Bern hatten die Jungs die Aufgabe, das zur Verfügung gestellte Videomaterial zu studieren und sich die Stärken und Schwächen der Zürcher anzuschauen und einzuprägen. Wie jedoch das Trainerteam am Donnerstag vor dem Abschlusstraining mit Erstaunen feststellen musste, hat KEIN EINZIGER Spieler das Video angeschaut. Was dies bedeutet, zeigte sich dann am Samstag bereits nach 7 Minuten. 5 Tore kassiert, welche man mit Videostudium evtl. hätte verhindern können. Resultat 1:5. Weitere Unkonzentriertheiten und fehlende Kampfbereitschaft führten ein ums andere Mal zu sehr einfachen Toren für den Leader aus Zürich. 13:20 hiess somit auch völlig zurecht das Verdikt zum Pausentee.

Die Trainer waren denn auch höchst unzufrieden mit ihren Jungs. Fehlende Leidenschaft, keine Geduld, Undiszipliniertheiten... Solche Untugenden waren wir uns von diesem U15 der SG Pilatus aus den letzten Spielen überhaupt nicht mehr gewohnt. Doch scheinbar hat die Pausenansprache etwas gebracht und der Stolz der Spieler und somit deren Kampfgeist wurde geweckt. Nach einem fulminanten 7:1 Run direkt nach der Pause konnte man in der Halle plötzlich Unsicherheit beim Gegner riechen. Bis auf ein Tor kam der Aussenseiter aus Luzern an die bis dahin souveränen Gäste heran. Während der nächsten Viertelstunde wurden die Zuschauer in der Halle Zeuge von top Juniorenhandball. Angeführt von einem hervorragenden Martin Mai zogen unsere jungen Wilden mit und trieben die Limmatstädter nahe an die Verzweiflung. In der 51. Minute konnte man sogar zum ersten Mal in diesem packenden U15-Spiel in Führung gehen. Jedoch spielten in der Folge die über mehr Erfahrung verfügenden Zürcher etwas genauer und zielgerichteter als die Pilatushandballer und gewannen schlussendlich doch noch mit drei Toren Unterschied.

Dennoch darf man nach dieser super Halbzeit von einem gelungenen Vorrundenabschluss sprechen. Das momentan beste U15-Team der Schweiz wurde gekitzelt und in den zweiten 30 Minuten sogar mit 4 Toren besiegt.

Allgemein kann man mit dem Verlauf der Vorrunden zufrieden sein... Das 10 Punkte-Ziel exakt erreicht (rückblickend wäre sogar noch mehr möglich gewesen), die Topteams der Liga gefordert, persönliche Fortschritte erzielt. So kann und muss es weitergehen.

Wir wollen weitere Plätze gutmachen! Deshalb muss nun das Saisonziel ganz klar der 5. Schlussrang sein!! Jungs, bleibt dran, verbessert euch in jedem Training und kämpft an den Spielen von der ersten bis zur letzten Minute, egal was auf der Anzeigetafel steht.

Let’s go Pilatus! One Team – One Spirit!

SG Pilatus – GC Amicitia Zürich 28:31 (13:20)

Strafen: 3 x 2 Minuten gegen SGP, 3 x 2 Minuten gegen GC Ami ZH

SGP: Hollitzer (13 Paraden), Huber (nicht eingesetzt); Annen (2), Kovacevic (4), Inderbitzin (1), Sigrist, Mau (2), Buholzer, Gysin (2), Röttges (3), Schumacher, Davis (1), Mai (13/5).

Bericht: Gion Künzler

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