Nach einer dreiwöchigen Pause ging es bereits zum fünften Jahr in Folge nach Dänemark ins Trainingslager. Am Montag wurde das nachgeholt, was einige Spieler während der trainingsfreien Zeit sträflich vernachlässigt haben – folglich mussten einige doch gewaltig leiden und waren schon nach der ersten Trainingseinheit ordentlich müde. Am Nachmittag wurde dann etwas am Zusammenspiel geübt, so dass beide Mannschaften am Folgetag gut vorbereitet ins Turnier starten konnten.
U19-Elite:
Die U19 zog eine doch insgesamt schwere Gruppe mit keinem leichten Gegner, was sich in den Resultaten wiederspiegeln sollte. Mit einem sehr jungen Kader, nur 8 Feldspielern, dafür mit 3 Torhütern startete man am Dienstag ins Turnier. Bereits früh im Turnierverlauf zog Coach Gion alle Register und etablierte Torhüter Laubi am Kreis und im Deckungszentrum. Etwas ärgerlich war, dass auf die beiden Niederlagen gegen gute dänische/norwegische Teams ein ärgerlicher Punktverlust folgte, da man den Sieg eigentlich auf dem Silbertablett serviert bekam. In der B-Gruppe ging auch der vierte Match verloren und das Team zeigte vor allem Mängel in der Chancenauswertung sowie im Entscheidungsverhalten. Hingegen stand die Abwehr erstaunlich gut, da solidarisch verteidigt wurde. Die beiden kommenden Spiele dominierte man dann und gegen Viborg glückte eine süsse Revanche nach einer bescheidenen spielerischen, aber immerhin starken Willensleistung. Gegen die völlig überforderten Asiaten La Salle, welche im Schnitt drei Jahre jünger und gefühlte 30kg leichter waren, resultierte ein Kantersieg mit unzähligen Gegenstössen, zu welchem Goalie Laubi vier und seine Torhüterkollegen Luca und Yannick ebenfalls mindestens einen Treffer beisteuern konnten. Damit nahm das Turnier für die U19-Jungs immerhin einen versöhnlichen Abschluss. Mit einem vollen Kader wäre einiges mehr drin gelegen, andererseits konnten alle Spieler viel Matchpraxis sammeln und sich auch die Goalies mal auf dem Feld versuchen, was eine Erfahrung für alle war.
U17-Elite:
Auch das U17 verfügte fürs Turnier über einen schmalen Kader, da mit Remy und Pasci gleich zwei Spieler fürs ganze Turnier bei der U19 aushalfen. Dank den U15-Spielern Valentin und Nick verfügten wir dann doch immerhin über drei Wechselspieler. Der Start ins Turnier war harzig und es setzte gegen Viborg nach gutem Start eine heftige Klatsche ab. Am Mittwoch fing sich das Team etwas, gewann die erste Partie am Vormittag, unterlag dann aber im entscheidenden Gruppenspiel mit einem Tor Differenz, nachdem man das ganze Spiel über vorne gelegen hatte. Folglich musste der Gang in die ungeliebte B-Gruppe angetreten werden, wo man auf ein dänisches und zwei britische Teams traf. Ohne eine überzeugende Leistung abzuliefern besiegte man die doch sehr bescheidenen Gegner einigermassen standesgemäss. Im Halbfinale gegen Sondermarkens aus Dänemark kamen dann auch Remy und Pasci bei uns zum Einsatz, was uns ermöglichte, dass wir den Gegner vor toller Kulisse und nach einem 4:0-Blitzstart schon völlig demoralisiert hatten. Nach anschliessendem Dornröschenschlaf bis zur Pause legten wir bloss noch drei weitere Tore bis zum Pausentee nach und hatten Glück, dass Luis drei Siebenmeter entschärfen konnte. Auch im zweiten Umgang lagen wir stets vorne und machten in der Schlussphase gegen die offensive Deckung vieles richtig, so dass wir zu einem ungefährdeten Sieg kamen. Das B-Finale mussten wir dann leider auslassen, da unser Car bereits zur Abfahrt nach Hamburg bereitstand. Mit einer Bilanz von fünf Siegen und zwei Niederlagen zeigte die junge Mannschaft doch eine beachtliche Leistung, wenn auch nicht alle Gegner wirkliche Gradmesser waren. Speziell war sicherlich auch, dass mit Valentin ein 13-jähriger einen Grossteil des Turniers die Abwehrarbeit auf der vorgezogenen Position erledigte und sich dort auch gegen körperlich übermächtige Gegner bestens zu behaupten wusste und das ganze Turnier über mit dem für uns ungewohnten 3er-Ball gespielt wurde.
Insgesamt darf von einer gelungenen Woche gesprochen werden. Alle Spieler, welche dabei waren, konnten von der Spielzeit auf gutem Niveau profitieren und sich weiterentwickeln. Daneben konnten wir auch ausserhalb der Halle den Teamgeist stärken – eine Rückkehr nach Viborg im nächsten Jahr ist bei diesem perfekt organisierten Turnier gewiss. Nach langer Rückreise kam die Pilatus-Delegation am Sonntagmorgen doch etwas übernächtigt in Luzern an.



