Herren 1: Ernüchternde Saisonbilanz
Die Aktivmannschaften der SG Pilatus haben eine harzige Saison hinter sich. Die NLB-Equipe hielt am Tabellenende lange mit, konnte sich im Abstiegskampf aber zu keinem Zeitpunkt aus der roten Zone befreien. Die Mannschaft in der 1. Liga hielt sich lange über dem Strich, kassierte in der Schlussphase der Meisterschaft aber zahlreiche Niederlagen und verpasste schlussendlich sogar die Barrage.
Hätte die SG Pilatus den Doppelabstieg verhindern können? Und wie geht es nun weiter? Das sind die beiden brennenden Fragen, die sich derzeit rund um die SG Pilatus stellen. Dass beide Aktivmannschaften gegen den Abstieg kämpfen müssen, zeichnete sich bereits in der Winterpause ab. Dabei machten die Leistungen der Teams in der ersten Hälfte der Meisterschaft aber Mut.
Nach dem Doppelaufstieg war allen klar, dass es eine schwierige Spielzeit werden würde. Verletzungsbedingte Ausfälle von wichtigen Spielern erschwerten dabei das Unternehmen Ligaerhalt massgeblich. Unmittelbar nach der letzten Partie machte sich aber doch grosse Ernüchterung breit: Weder das Fanionteam in der NLB noch die 1. Liga-Equipe konnte den direkten Abstieg verhindern. Die SG Pilatus hat damit eine hervorragende Ausgangslage verspielt und beginnt quasi wieder von vorne.
Bitterer Nachgeschmack bleibt
Obwohl das Fanionteam nach der kapitalen Niederlage gegen den Mitabsteiger TV Zofingen in der Schlussphase der Meisterschaft noch einmal zulegen konnte und mit Punktgewinnen Druck auf den HC Wädenswil ausübte, schaffte die SG Pilatus den rettenden Sprung über den Trennstrich nicht mehr.
Die NLB-Mannschaft verfügte zwar über viele junge talentierte Spieler und wurde im Verlauf der Saison mit Fabian Studer, Sven Hess und Samuel Stadelmann, alles erfahrene Spieler, ergänzt. Dennoch konnte das Team den Abstieg nicht verhindern. Mit Blick auf die erzielten Resultate fällt die Bilanz ernüchternd aus. Zu oft wurden gute Leistungen der SG nicht mit Punkten belohnt. Da war zum Beispiel die knappe Auswärtsniederlage beim TV Endingen – die SG hätte in dieser Partie die Überraschung schaffen können, wohl müssen. Oder die beiden knappen Niederlagen gegen den KTV Altdorf, in welchen die SG mindestens zwei Punkte liegen liess. Oder die knappe Niederlage im Heimspiel gegen die SG Horgen. Am Schluss vergaben die Luzerner zu viele Chancen, um den Ligaerhalt zu packen. Der Abstieg war nicht zwingend.
Während die Luzerner in der ersten Saisonhälfte trotz zum Teil schwerwiegenden verletzungsbedingten Absenzen und einem extrem jungen Kader in der NLB bestehen konnten, bewiesen sie auch in der Rückrunde ihre Fähigkeiten und kamen zu mehr Punktgewinnen. Bis zum Schluss zeigte sich jedoch, dass Talent alleine in der NLB nicht reicht. Es braucht Leidenschaft, eine kämpferische Mentalität gepaart mit kreativen Ideen auf dem Spielfeld, um gegen die oftmals viel erfahreneren Gegner zu punkten. Die Spieler steigerten sich in dieser Hinsicht vor allem in der entscheidenden Schlussphase der Meisterschaft. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt aber.
Verunglückter Finish
Auch die 1. Liga-Equipe musste sich schliesslich an der eigenen Nase nehmen. Die zweite Aktivmannschaft rangierte lange Zeit über dem Strich, verlor jedoch die entscheidenden Spiele in der Schlussphase der Meisterschaft allesamt und verpasste schliesslich sogar die Barrage.
Überzeugte die Mannschaft in der Hinrunde noch mit Siegen gegen jene Teams aus der hinteren Tabellenregion, verlor die SG in der Rückrunde sowohl gegen den HC Einsiedeln, den TSV Frick und den HC Dietikon-Urdorf, alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Nachdem das Team in der 1. Liga den Anschluss ans breite Mittelfeld lange halten konnte, musste sie zum Schluss doch direkt absteigen.
Neuorientierung steht bevor
Nach dem Doppelabstieg muss sich die SG Pilatus reorganisieren. Die neue 1. Liga-Equipe musste zahlreiche Abgänge hinnehmen. So stehen Samuel Weingartner, Jan Gwerder, Noah Ineichen, Fabian Studer und Jakub Cibere sowie Christian Wipf nicht mehr zur Verfügung. Die Abgänge wurden, wie sich das bei der SG Pilatus gehört, mit eigenen Junioren kompensiert. Diese gehörten teilweise zum letztjährigen Kader der 1. Liga oder spielten bei den U19-Junioren.
Gemäss Roger Felder, Geschäftsführer der SG Pilatus, stellt der Verein in der neuen Saison wiederum drei Elite-Teams (U15, U17 und U19). Bei den Aktiven gibt stellt die SG Pilatus neu ein Team in der 2. Liga und das Fanionteam in der 1. Liga. «Das Fanionteam versucht sicher, an der Spitze mitzuspielen. In der 2. Liga sollen die junge Spieler viel Einsatzzeit erhalten», sagt Felder.
U17-Elite: Wieder zurück im Elite
Herausforderung anzunehmen. Wir starten mit 18 Spielern im Kader in die Vorbereitung, 10 Wochen umfasst der erste Teil, mit 8 Trainingsspielen und einem Turnier, der Fokus liegt da eher im Athletischen Bereich, wo wir noch viel aufzuholen haben, damit wir nicht untergehen in der neuen Saison. Nach 2 Wochen Ferien heisst es Training und dann ins Trainingslager nach Dänemark zum Turnier mit Spielen und Trainings. Da liegt der Fokus klar auf der spielerischen Seite und dem einüben der Abläufe, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Danach sollten wir gerüstet sein für die Saison 2016/17. Da die Liga aufgestockt wurde gibt es mehr Spiele und die Intensität wird gross sein und die Belastung dementsprechend, das heisst wir müssen viel trainieren und Vertrauen aufbauen um als Team zu reüssieren.
Die Konzentration und die Disziplin wir entscheidend sein, wohin der Weg gehen wird, Konzentration und die Trainingsvorbereitung müssen hoch sein um Verletzungen aus dem Weg zu gehen.
Daneben werden wir ein paar Dinge grundsätzlich verändern gegenüber der letzten Jahre, mit dem Begriff aus dem Japanischen KAIZEN wollen wir uns permanent verbessern.
KAI = Veränderung, Wandel
ZEN = zum Besseren
KAIZEN = kontinuierliche Verbesserung
Die letzten Jahre waren geprägt von einer Zweckgemeinschaft, die Einstellung von einer Zweckgemeinschaft zu einer Sinngemeinschaft das muss das Ziel sein, vom Ego zum Team.
Kaizen ist eine Philosophie der ewigen Veränderung und der Flexibilität um auf die Veränderungen zu reagieren. Für uns heisst das Flexibel sein im Spiel und sich der neuen Situation permanent anzupassen.
Wir müssen uns davon lösen im Jugendbereich zu sehr auf das Ergebnis zu schauen. Kaizen fördert die prozessorientierte Denkweise und wenn das einmal geschafft ist kommen die Ergebnisse automatisch. Zuerst hart arbeiten, die Leistung steigern und die Resultate kommen von alleine, stimmt die Leistung stimmen auch die Resultate.
Das heisst die Spieler sind gefordert da mitzuhelfen, nicht nur konsumieren sondern sich auch aktiv beteiligen, das heisst sie müssen Diszipliniert sein, viel trainieren und ein hohes Mass an Teamfähigkeit mitbringen. Es ist der Weg der kleinen Schritte. Die positiven Ergebnisse sind erst im Laufe der Zeit zu erkennen, das ist die Aufgabe der Ausbildung, freuen wir uns auf die Spieler die es dann mal schaffen in der ersten Mannschaft aufzulaufen und dort nicht auf der Reservebank sitzen sondern ein Teil des Teams sind.
Was braucht es dazu? Die magische Zahl heisst 10000 Stunden Training und ein wenig Glück.
Die 10000 Stunden Regel besagt, dass Du 10000 Stunden in eine Fähigkeit investieren musst, bevor du so gut darin bist, dass du zu den Besten gehörst. Wenn einer zu den Besten gehören will stehen zwischen Dir und dem Ziel 1000 Stunden Übung. Auch wenn die 10000 Stunden Regel in dieser Allgemeinheit nicht allen gefällt, hat sie etwas Wahres dran. Du kannst nur ein richtig gut in einer Fähigkeit werden, wenn du auch viel Zeit in den Aufbau deiner Fähigkeiten steckst. Wenn du ein hervorragender Handballer werden willst, führt kein Weg an vielen Stunden Training vorbei.
Eine Geschichte erzählt das Bill Gates zuerst 10000 Stunden am PC verbracht hat bevor er selber anfing Computer zu bauen. Nehmen wir als Beispiel einen Geiger nennen wir ihn Alex er fängt an mit 4 Jahren Geige zu Spielen und übt 9 Stunden die Woche, dann hat er bis zum 20 Altersjahr 5000 Stunden geübt und wird sehr wahrscheinlich als Musiklehrer seine Kariere starten. Der andere Geiger nennen wir ihn Stradivari er übt 24 Stunden die Woche, dann hat er wenn er 20 ist 10000 Stunden geübt, und seine Kariere wird er wohl als guter bis bester Geiger Starten. Das ist dann der Unterschied zwischen einem Profi und einem Amateur.
Um besser zu werden heisst das, Du musst konzentriert und zielorientiert die Verbesserung deiner Fähigkeiten trainieren. Das heisst „Deliberate Practice“ - bewusstes Üben.
Das bewusste Üben erfordert volle Konzentration, und ein Verlassen der Bequemlichkeitszone und da haben wir in der Schweiz noch sehr viel Nachholbedarf. Die Aufgabe ist herausfordernd und verlangt sehr viel von einem, das intensive Training und vor allem Trainieren nach einem Plan, um bei dem Beispiel der Geiger zu bleiben, wenn sie ein neues Stück einüben oder immer nur schwierige Passagen spielen, strengt das an. Wenn sie hingegen nur das üben was sie schon beherrschen ist das langweilig, und fordert sie auch nicht gross heraus, das heisst sie üben auch nicht bewusst (Deliberate Practice).
Wenn du erfolgreich sein willst trainiere intensiv und konzentriert, probiere neue Ideen aus und fordere dich selbst, entwickle neue Fähigkeiten. Versuchen wir gemeinsam etwas zu erreichen und in der Hoffnung das in ein paar Jahren gut ausgebildete Spieler in der ersten Mannschaft auftauchen und ihre Fähigkeiten die sie bis dahin intensiv geübt haben zeigen können und wir viel Freude und Spass haben dabei ihnen zuzuschauen.
Ich wünsche mir das diese Gedanken ein paar junge Sportler anspornen mehr aus Ihren Fähigkeiten zu machen und bewusster zum Training kommen, am Ende profitieren alle davon.
U15-Elite: Alles beginnt wieder von vorne
Am 9. Mai sind wir mit der U15 Elite Junioren in die Saison 16/17 gestartet. 20 junge, ehrgeizige Sportler treffen sich 3x wöchentlich zum Handballtraining. Für den einen oder anderen ist der Sprung vom Plausch- zum Leistungssport eine Herausforderung. Schule und Sport sind unter einen Hut zu bringen, die körperliche Belastung hat deutlich zugenommen, die Verantwortung und Leaderfunktion werden auf neue Schultern verteilt.
Wie jedes Jahr ist eine Prognose im Hinblick auf die Meisterschaft schwierig. Zum einen ist das Leistungsniveau bei den U15 Elite-Junioren schwer einschätzbar. Zudem wird die Meisterschaft mit 2 zusätzlichen Mannschaften aufgestockt. Nach einer ersten Vorbereitungsphase bis zu den Sommerferien, werden die jungen Handballer anfangs August in die Vorbereitungsphase 2 einsteigen. Nach dem Trainingslager in Näfels und dem Turnier in Horgen werden wir dann Anfangs September bereits zu den ersten Meisterschaftsspielen starten und hoffentlich gut vorbereitet sein.



